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Virenwarnung ist Virenschleuder

Virenwarnung ist Virenschleuder  
Juergen Koenig
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Gernot Zander
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Juergen Koenig
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Happy Oyster
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Juergen Koenig
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Robert Degen
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Juergen Koenig
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Happy Oyster
 Re: Virenwarnung ist Virenschleuder  
Udo
From:Juergen Koenig
Subject:Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Sun, 28 Mar 2004 15:27:57 +0200
Hallo

Letzte Woche flatterte mir eine Email von offizieller Stelle auf den
Tisch. Sie war schon mehrfach geforwarded worden. Letzter Absender war
Reg. Bez.. Darin wurde auf die extreme Belastung ihres Servers in den
letzten Wochen durch Viren hingewiesen, usw, blablabla. Alles schön und
gut. Nur der Mail Text war zweiseitig, davon war eine Seite nur Namen, an
die die Mail verschickt worden ist. Teilweise sogar mit email Adresse. Da
ich davon ausgehe, dass es auch Kollegen gibt, die sich in der Materie
nicht so gut auskennen, einen Internet Explorer einsetzen und der nicht
gepatched ist und diese Mail erhalten, dürfte sich diese Mail als ein
Schuss in den Ofen herausstellen, Hier waren Namen und Emailadressen in
Klartext lesbar. Ein gefundenes Fressen für jeden Virus. Aber kein
Einzelfall. Wir bekommen täglich Mail von offiziellen Stellen, wo
hunderte von Emailadressen lesbar sind, weil die Adressen in cc und nicht
in bc eingetragen sind. Nicht nur meiner Meinung nach ein Verstoß gegen
den Datenschutz, aber auch ärgerlich, weil bestes Virenfutter.

Schönes Wochenende

Jürgen
From:Gernot Zander
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Sun, 28 Mar 2004 19:11:12 +0000 (UTC)
Hi,

in schule.lan+internet Juergen Koenig wrote:

> Letzte Woche flatterte mir eine Email von offizieller Stelle auf den
> Tisch. Sie war schon mehrfach geforwarded worden. Letzter Absender war
> Reg. Bez.. Darin wurde auf die extreme Belastung ihres Servers in den
> letzten Wochen durch Viren hingewiesen, usw, blablabla. Alles schön und
....
> Einzelfall. Wir bekommen täglich Mail von offiziellen Stellen, wo
> hunderte von Emailadressen lesbar sind, weil die Adressen in cc und nicht
> in bc eingetragen sind. Nicht nur meiner Meinung nach ein Verstoß gegen
> den Datenschutz, aber auch ärgerlich, weil bestes Virenfutter.

Da ärgere ich mich auch maßlos drüber.
Das Ganze wird dann noch getoppt (schreibt man das jetzt mit
Doppel-p?) durch:
3 Zeilen, aber 500 Zeilen Cc,
3 Zeilen HTML, mit 200 Zeilen   und
,
3 Zeilen, als Word-Attachment mit 300 kB Hintergrundbild,
3 Zeilen, als Powerpoint-Präsentation (Uaaahhhh)

Aber es hilft nix, man wird als "unmodern" in die Ecke
gestellt, wenn man dagegen protestiert.

Nebenbei: Die Virenscanner-Bounces "Ihre Mail wurde wegen
Virus soundso nicht zugestellt", die bekanntlich immer
an den falschen gehen, und der Virenscanner-Programmierer
zu eitel ist, und wider besseren Wissens den gefälschten
Absender benachrichtigt (weil er es nicht erträgt, dass
keiner merkt, was er tolles programmiert hat), nervt genauso
und erzeugt evtl. noch mehr Traffic als die Viren selbst.

mfg.
Gernot

--
(Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Der Telekom Privatkundenvertrieb
vertreibt die Telekom-Kunden hoechst zuverlaessig!
From:Juergen Koenig
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Sun, 28 Mar 2004 21:57:24 +0200
Am Sun, 28 Mar 2004 19:11:12 +0000 schrieb Gernot Zander:

> Nebenbei: Die Virenscanner-Bounces "Ihre Mail wurde wegen
> Virus soundso nicht zugestellt", die bekanntlich immer
> an den falschen gehen, und der Virenscanner-Programmierer
> zu eitel ist, und wider besseren Wissens den gefälschten
> Absender benachrichtigt (weil er es nicht erträgt, dass
> keiner merkt, was er tolles programmiert hat), nervt genauso
> und erzeugt evtl. noch mehr Traffic als die Viren selbst.

.... aber so konnte ich es durchsetzen, dass der Emailrechner der
Verwaltung jetzt ein Linux Rechner ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir
die Virenschleuder selber sind, ist verschwindend gering. Jetzt kann ich
über diese Mails nur noch lachen.

Jürgen
From:Happy Oyster
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Mon, 29 Mar 2004 00:43:20 +0100
On Sun, 28 Mar 2004 21:57:24 +0200, Juergen Koenig
wrote:

>... aber so konnte ich es durchsetzen, dass der Emailrechner der
>Verwaltung jetzt ein Linux Rechner ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir
>die Virenschleuder selber sind, ist verschwindend gering. Jetzt kann ich
>über diese Mails nur noch lachen.

Sehr geehrter Herr Koenig,

das stimmt nur dann, wenn NIEMAND eine Email schicken darf von einem
auf Win$ basierenden Rechner. Der Linux-Rechner leitet doch nur
weiter.

Mit freundlichem Gruß

Aribert Deckers
--
*** DER NEUE VEREIN ***

http://www.ariplex.com/ama/ama_p0.htm
From:Juergen Koenig
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Tue, 30 Mar 2004 22:12:24 +0200
Hallo Aribert

Am Mon, 29 Mar 2004 00:43:20 +0100 schrieb Happy Oyster:

> On Sun, 28 Mar 2004 21:57:24 +0200, Juergen Koenig
> wrote:
>
>>... aber so konnte ich es durchsetzen, dass der Emailrechner der
>>Verwaltung jetzt ein Linux Rechner ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir
>>die Virenschleuder selber sind, ist verschwindend gering. Jetzt kann ich
>>über diese Mails nur noch lachen.
>
> Sehr geehrter Herr Koenig,
>
> das stimmt nur dann, wenn NIEMAND eine Email schicken darf von einem auf
> Win$ basierenden Rechner. Der Linux-Rechner leitet doch nur weiter.

Die Windowsrechner in der Verwaltung haben k e i n e n Internetzugang. Der
Emairechner ist standalone.

Juergen
From:Robert Degen
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Thu, 01 Apr 2004 19:43:03 +0200
Juergen Koenig wrote:

> Die Windowsrechner in der Verwaltung haben k e i n e n Internetzugang. Der
> Emairechner ist standalone.

Nicht schlecht. Und wie kommen die einzelnen Mitarbeiter dann an ihre Mails?
Denk, denk, denk, la"st mich raten, die werden automatisch ausgedruckt und
2mal am Tag holt sich jeder seine Post aus einem K"orbchen ? *fg* Antworten
ist so gesehen auch etwas aufwendiger. Wer tippt die Sachen in den Server
ein? ABM ;)

Hat auch Positives. So entsteht wenigstens nicht soviel Mail-M"ull, weil
vieles gar nichts erst verschickt wird. Wer will schon f"ur jede Kettenmail
einmal durchs ganze Geb"aude latschen ;)

Also mal ernsthaft. Wenn Zeit/K"onnen da ist, einen Linux-Server zu
betreiben (der nicht nur lokal t"atig ist), dann wird doch auch im Hause
ein Intranet inkl. externes Gateway m"oglich sein, oder? Oder wie
verschicken eure Mitarbeiter denn nun ihre Mails? Der Einsatz des
Linuxrechners ist mir da irgendwie unverst"andlich.

W"urde mich mal interessieren.

Gr"u"se
Rob
From:Juergen Koenig
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Fri, 02 Apr 2004 15:29:24 +0200
Hallo Robert

Am Thu, 01 Apr 2004 19:43:03 +0200 schrieb Robert Degen:

> Juergen Koenig wrote:
>
>> Die Windowsrechner in der Verwaltung haben k e i n e n Internetzugang.
>> Der Emairechner ist standalone.
[...]
>
> W"urde mich mal interessieren.

Wir sind keine sonderlich große Schule, das mal vorneweg. Wir haben im
Prinzip zwei Netze. Eins mit Internet Zugang und eins ohne. Die Damen in
der Verwaltung können mit Email nichts anfangen. In den drei Jahren, wo
wir das haben, ist noch keine Email als Email beantwortet worden. Meist
wird die Email ausgedruck und die Antwort per Fax oder Post zugeschickt.
Kein Interesse, keine Lust, Unfähigkeit ....??? Auf den drei Rechnern der
Damen sind Personal und Schülerdaten. Und wenn Ihr Euch mal die
Vorschriften verschiedener Länder zum Datenschutz angesehen habt, dann
stehe ich (als Lehrer mit meinen Minimalkenntnissen, fortgebildet wird ja
nicht mehr) immer halb im Knast, weil ich die Hürden nicht aufbauen kann,
die da in den Erlassen verlangt werden. Ich muss nahezu volle Stundenzahl
machen und nebenbei die Rechner der Verwaltung und das Netz für die
Schüler betreuen. Da gibt es dann noch einen Webserver und einen fli4l
Router. Außerdem versuche ich mich an einer E-Learning Platform, und
versuche ein neuartiges pädagogisches Konzept an unserer Schule
auszuprobieren.. und der Tag hat einfach
nur 24 Stunden und in der Nacht will ich schlafen.
Außerdem wird an
Schulen in Schleswig Holstein, glaub ich ist es, dieser Netzaufbau sogar
ausdrücklich empfohlen. Also habe ich mich entschieden, zusammen mit der
Schulleitung, für die zwei oder drei Emails, die da täglich an die
Schule gerichtet sind, einen seperaten Rechner aus dem zweiten Netz mit
Internetanschluss alleine zu diesem Zweck im Büro dazuzusetzen. Alle
Lehrer haben die Anweisung erhalten, sich ein Konto bei gmx oder web.de
einzurichten, so dass sie Online ihre Mails lesen und bearbeiten können.
Dazu stehen sowohl in den Klassen usw Rechner in ausreichender Menge zur
Verfügung, die Internetzugang haben. Mittlerweile haben von den 21
Kollegen auch 19 eine Emailadresse. Aus Reaktionen auf Rundmails weiss ich
aber, dass höchstens 4 regelmäßig, der größte Teil aber seit Monaten
nicht mehr in den Mailkasten gesehen hat.

Noch zu der Frage des Servers in
der Verwaltung. Bis vor 6 Monaten war der auch unnötig. Seitdem nutzen
wir ein Fremdprogramm, dass uns von der LAK auf Auge gedrückt worden ist.
Das läuft nur so.

Gäbe es die Position des Systemadministrators und würde mir die nötige
Zeit dafür zur Verfügung gestellt, könnte ich mir sicher andere
Lösungsmöglichkeiten vorstellen. Ich erhalte aber weder die finanziellen
Mittel, um mir erforderliche Literatur zulegen zu können, noch die
benötigte Zeit, um ein solches Konzept zu realisieren. Nur mit Idealismus
alleine geht das nicht. Wenn ich dann mit Herzinfakt o.ä in der Kiste
liege, habe ich ncihts davon.
From:Happy Oyster
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Thu, 01 Apr 2004 18:39:47 +0100
On Tue, 30 Mar 2004 22:12:24 +0200, Juergen Koenig
wrote:

Hallo,

>Die Windowsrechner in der Verwaltung haben k e i n e n Internetzugang. Der
>Emairechner ist standalone.

Uff... ;O)

Schönen Gruß

Aribert Deckers
--
*** DER NEUE VEREIN ***

http://www.ariplex.com/ama/ama_p0.htm
From:Udo
Subject:Re: Virenwarnung ist Virenschleuder
Date:Tue, 06 Apr 2004 14:44:48 +0200
Gernot Zander wrote:
> Das Ganze wird dann noch getoppt (schreibt man das jetzt mit
> Doppel-p?) durch:

Man schreibt: "übertroffen".

MfG
Udo
   

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