newsgroups-index (beta)

Current group: oecher.talk

belgischer Diesel = mehr Verbrauch?

belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dominik Heggen
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Daniel Wissing
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Max Madach
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dietmar
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Ingo Albers
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dietmar
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Ingo Albers
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Björn Schreiber
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dietmar
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Sören_Kreimeier
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Christoph Schmitz
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dietmar
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Joachim Wiesemann
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dietmar
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Joachim Wiesemann
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Christoph Schmitz
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Matthias Dingeldein
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Dominik Heggen
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
thorsten heinitz
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
German Kettler
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Rupert Mohr
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Jan Berg
 Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?  
Rupert Mohr
From:Dominik Heggen
Subject:belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 08:08:47 +0000 (UTC)
Hallo!

Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass mein Auto mit "belgischem
Diesel" betankt, offensichtlich etwas mehr verbraucht als mit
einheimischem Diesel. Hat sonst noch jemand ähnliche Erfahrungen
gemacht? Bisher hatte ich ausschliesslich in Belgien getankt und
war mit meinem Verbauch recht zufrieden. Nun musste ich letzte
Woche mal "zuhause" tanken und bin mit einer Tankfüllung gleich
100km weitergekommen, als sonst. Jetzt bin ich mir nicht sicher,
ob ich wegen des höheren Preises unterbewusst etwas spritsparender
gefahren bin oder ob das tatsächlich so ist.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Grüße,
Dominik
From:Daniel Wissing
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 09:40:38 +0100
Hi

Habe das gleich Phänomen schon mal bei Billigtanke vs Markentanke
beobachtet. Allerdings ging es dabei um NormalBenzin.

Mit dem Markensprit kam ich auch einige Kilometer weiter, obwohl ich
jeden Tag immer nur die gleiche Strecke im gleichen Tempo gefahren bin.
Schon etwas merkwürdig....

Gruß Daniel
From:Max Madach
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 09:47:09 +0100
na ja, also beim deutschen "markensprit" weiß man ja (durch diverse Tests)
dass der oft mehr Oktan hat, als angegeben.
Evtl liegts da dran?
Ich denke allerdings, dass das unterbewusst passiert...
Am besten wäre nen Test: volltanken in DE, nach belgien und zurück nach DE
fahren, nachtanken. nach belgienfahren, volltanken, nach DE undzurück nach
BE, volltanken (alles so spritsparend wie möglich)´
From:Dietmar
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 10:15:50 +0100
Max Madach schrieb:
> na ja, also beim deutschen "markensprit" weiß man ja (durch diverse Tests)
> dass der oft mehr Oktan hat, als angegeben.
> Evtl liegts da dran?

Eher nicht.
Eine höher Oktanzahl bedeutet, dass der Treibstoff bei höherer
Verdichtung sich noch nicht selbst entzündet. Benzin mit höherer
Oktanzahl enthällt aber weniger Energie.
From:Ingo Albers
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 10:47:31 +0100

"Dietmar" schrieb:

> Eher nicht.
> Eine höher Oktanzahl bedeutet, dass der Treibstoff bei höherer
> Verdichtung sich noch nicht selbst entzündet. Benzin mit höherer
> Oktanzahl enthällt aber weniger Energie.

Echt? Dann mal raus damit, wieviel weniger das sein soll.

Gruß
Ingo
From:Dietmar
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 11:36:36 +0100

>
> Echt? Dann mal raus damit, wieviel weniger das sein soll.
>

Sorry, da hab ich mal etwas rausposaunt, was ich jetzt nicht sofort
belegen kann.

Ich meine das hat uns ein Prof. in einer Vorlesung verraten. Ich würde
es mir über die Additve erklären mit denen die Klopffestigkeit erhöht
wird, wie z.B. sauerstoffhaltige Komponenten wie z.B. MTBE. Wenn ich
noch dazu komme schau ich nochmal in die DIN.

Bis dahin tankt ruhig weiter das Hochoktanige!!!

Gruß
Dietmar
From:Ingo Albers
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 14:09:42 +0100

"Dietmar" schrieb:

> > Echt? Dann mal raus damit, wieviel weniger das sein soll.
> >
>
> Sorry, da hab ich mal etwas rausposaunt, was ich jetzt nicht sofort
> belegen kann.
>
> Ich meine das hat uns ein Prof. in einer Vorlesung verraten. Ich würde
> es mir über die Additve erklären mit denen die Klopffestigkeit erhöht
> wird, wie z.B. sauerstoffhaltige Komponenten wie z.B. MTBE. Wenn ich
> noch dazu komme schau ich nochmal in die DIN.

Also soweit ich weiß, haben alle Ottokraftstoffe den gleichen Heizwert,
nämlich 42700 kJ/kg, wenn ich mich richtig erinnere...

Die Kraftstoffe unterscheiden sich in der Oktanzahl, welche die Klopf-
festigkeit beschreibt. Besitzt ein fahrzeug einen Klopfsensor, wie es
bei modernen Fahrzeugen der Fall ist, so kann die Motorsteuerung
darauf reagieren und entsprechend das Einspritz- und Zündungsverhalten
anpassen, damit es durch zu hohe Verdichtung nicht zum Klopfen
kommt.

> Bis dahin tankt ruhig weiter das Hochoktanige!!!

Man sollte das tanken, was sich die Hersteller ausgedacht haben.
Es gibt eine Versuchsreihe über verschiedene Fahrzeugreihen,
in der das Betanken mit verschiedenen Kraftstoffen nach Verbrauch,
Emissionen, Leistung sowie Drehmomentverhalten untersucht
wurde. Hier kamen recht unterschiedliche Ergebnisse heraus.
Manche Fahrzeuge reagieren so gut wie gar nicht auf einen veränderten
Kraftstoff, manche schon.
Wenn ich die Quelle finde, werde ich diese nachreichen.

Gruß
Ingo
From:Björn Schreiber
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Sun, 23 Jan 2005 16:31:02 +0100
Am Mon, 17 Jan 2005 14:09:42 +0100 schrieb Ingo Albers:

>> Ich meine das hat uns ein Prof. in einer Vorlesung verraten. Ich würde
>> es mir über die Additve erklären mit denen die Klopffestigkeit erhöht
>> wird, wie z.B. sauerstoffhaltige Komponenten wie z.B. MTBE. Wenn ich
>> noch dazu komme schau ich nochmal in die DIN.
>
> Also soweit ich weiß, haben alle Ottokraftstoffe den gleichen Heizwert,
> nämlich 42700 kJ/kg, wenn ich mich richtig erinnere...

Ich meine mich allerdings auch zu erinnern, dass Additive einen Einfluss
auf den Heizwert haben. Aber das ist wohl in einer ähnlichen Größenordnung
wie der Dichteunterschied zwischen Edel- und Baustahl - für eine Wette habe
ich als neutraler Gutachter ;-) mein Urteil, dass der Edelstahl durch
Legierungeselemente, die schwerer sind als Eisen und Kohlenstoff, schwerer
ist, erst durch eine längere Googlesuche klar untermauern können, man
rechnet einfach nie mit unterschiedlichen Werten, da der Unterschied
wirklich akademischer Natur ist.

Bj-ichmaglangesätze-örn
--
"the prius is so slow, the child could run on the street, retrieve the ball
ang grow to puberty before you actually hit it."
Jeremy Clarkson, Topgear
From:Dietmar
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 11:43:30 +0100

>
> Bis dahin tankt ruhig weiter das Hochoktanige!!!

Vor allem weil moderne Motoren für höhere Oktanzahlen ausgelegt sind und
damit sparsamer umgehen. Also insgesamt weniger verbrauchen.
From:Sören_Kreimeier
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 11:52:26 +0100
Soweit ich weiß, lässt sich hochoktaniges Benzin stärker verdichten,
ohne vorher zu 'verpuffen'. Neuartige Autos mit Klopfsensor (Ab ca 1990,
soweit ich weiß, natürlich je nach Modell verschieden.) Fahren mit
solchen Kraftstoffen effizienter.

Sören
From:Christoph Schmitz
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 12:26:09 +0100
Sören Kreimeier wrote:
> Soweit ich weiß, lässt sich hochoktaniges Benzin stärker verdichten,
> ohne vorher zu 'verpuffen'. Neuartige Autos mit Klopfsensor (Ab ca 1990,

Ja, es entzuendet sich bei hoher Verdichtung nicht so
leicht selbst.

> soweit ich weiß, natürlich je nach Modell verschieden.) Fahren mit
> solchen Kraftstoffen effizienter.

Wobei ich mich frage, wie das geht. Die Verdichtung ist
ja durch das Verhaeltnis zwischen Zylindervolumen bei
"Kolben unten" und "Kolben oben" festgelegt, und das
laesst sich nicht so einfach aendern. Hoechstens koennte
man die Verdichtung verringern, indem man den Fuellungs-
grad begrenzt (Drosselklappe nicht ganz oeffen). Weiss
jemand naeheres darueber?

Christoph
From:Dietmar
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 12:47:15 +0100
> Wobei ich mich frage, wie das geht. Die Verdichtung ist
> ja durch das Verhaeltnis zwischen Zylindervolumen bei
> "Kolben unten" und "Kolben oben" festgelegt, und das
> laesst sich nicht so einfach aendern. Hoechstens koennte
> man die Verdichtung verringern, indem man den Fuellungs-
> grad begrenzt (Drosselklappe nicht ganz oeffen). Weiss
> jemand naeheres darueber?
>
Es wird nicht bei OT (oberen Totpunkt) gezündet sonder vorher.
Übertriebenes und nicht nachgerechnetes Beispiel: Zündet man 20° vor OT
sind überm Kolben noch 3 cm Platz. Bei 3° nur noch 0,8cm. Im letzteren
Fall ist das Gemisch stärker komprimiert.

Eine andere Möglichkeit sind Turbolader.
From:Joachim Wiesemann
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 13:03:29 +0100
Am Mon, 17 Jan 2005 12:47:15 +0100 schrieb Dietmar:

>> Wobei ich mich frage, wie das geht. Die Verdichtung ist
>> ja durch das Verhaeltnis zwischen Zylindervolumen bei
>> "Kolben unten" und "Kolben oben" festgelegt, und das
>> laesst sich nicht so einfach aendern. Hoechstens koennte
>> man die Verdichtung verringern, indem man den Fuellungs-
>> grad begrenzt (Drosselklappe nicht ganz oeffen). Weiss
>> jemand naeheres darueber?
>>
> Es wird nicht bei OT (oberen Totpunkt) gezündet sonder vorher.
> Übertriebenes und nicht nachgerechnetes Beispiel: Zündet man 20° vor OT
> sind überm Kolben noch 3 cm Platz. Bei 3° nur noch 0,8cm. Im letzteren
> Fall ist das Gemisch stärker komprimiert.

Das ist leider Blödsinn. Wenn der Motor wegen zu hohem Druck klopfen
würde, also zu früh selbst zündet, dann wird es nicht besser, wenn ich
dieses Klopfen gezielt über eine Frühzündung herbeiführe.

Die Motorelektronik kann die Luftmenge steuern und stellt damit den
_Druck_ am OT ein. (Die Verdichtung ist nämlich nicht wirklich wichtig;
die sagt nur was bei normalem Luftdruck passieren würde.)

Viele Grüße
Joachim

--
Dr. Joachim Wiesemann
http://www.bestviewed.de/ Seiten über Webdesign und Usability
http://jwiesemann.com/ Ingenieurdienstleistungen, Usabilityberatung
"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"
From:Dietmar
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 15:18:13 +0100


Joachim Wiesemann schrieb:
> Am Mon, 17 Jan 2005 12:47:15 +0100 schrieb Dietmar:
>
>
>>>Wobei ich mich frage, wie das geht. Die Verdichtung ist
>>>ja durch das Verhaeltnis zwischen Zylindervolumen bei
>>>"Kolben unten" und "Kolben oben" festgelegt, und das
>>>laesst sich nicht so einfach aendern. Hoechstens koennte
>>>man die Verdichtung verringern, indem man den Fuellungs-
>>>grad begrenzt (Drosselklappe nicht ganz oeffen). Weiss
>>>jemand naeheres darueber?
>>
Korrigiere - man kann nur drosseln oder mit zusätzlichen Geräten wie
Turbolader den Druck erhöhen.

Unabhängig davon:

>>Es wird nicht bei OT (oberen Totpunkt) gezündet sonder vorher.
>>Übertriebenes und nicht nachgerechnetes Beispiel: Zündet man 20° vor OT
>>sind überm Kolben noch 3 cm Platz. Bei 3° nur noch 0,8cm. Im letzteren
>>Fall ist das Gemisch stärker komprimiert.

> Das ist leider Blödsinn. Wenn der Motor wegen zu hohem Druck klopfen
> würde, also zu früh selbst zündet, dann wird es nicht besser, wenn ich
> dieses Klopfen gezielt über eine Frühzündung herbeiführe.
>
Nö, die Zündung erfolgt lt. EWM II Script beim Standart-Ottomotor etwa
30° vor OT, der maximale Druck im Kolben wird ca. 15° nach OT erreicht.

Ein bisschen Blödsinn ist es trotzdem weil das Verdichtungsverhältnis
trotzdem das gleiche bleibt. Also nur drosseln oder aufladen.

> Die Motorelektronik kann die Luftmenge steuern und stellt damit den
> _Druck_ am OT ein.

Die Luftmenge (besser das Luftverhältnis) schon, das klärt aber nicht
wie man das Gemisch unterschiedlich stark im selben Motor verdichten kann.

(Die Verdichtung ist nämlich nicht wirklich wichtig;
> die sagt nur was bei normalem Luftdruck passieren würde.)
>
Warum ist die nicht wichtig? - Versteh ich nicht.
From:Joachim Wiesemann
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 17:01:12 +0100
Am Mon, 17 Jan 2005 15:18:13 +0100 schrieb Dietmar:

> Joachim Wiesemann schrieb:
>> (Die Verdichtung ist nämlich nicht wirklich wichtig;
>> die sagt nur was bei normalem Luftdruck passieren würde.)
>
> Warum ist die nicht wichtig? - Versteh ich nicht.

Naja, sie ist schon wichtig, aber nicht der einzige Parameter. Ohne den
Luftdruck, auf den die Verdichtung wirkt, kann man aus ihr nichts
schließen. Ein Motor mit Turbolader verhält sich bei der selben
Verdichtung deutlich anders.

Viele Grüße
Joachim

--
Dr. Joachim Wiesemann
http://www.bestviewed.de/ Seiten über Webdesign und Usability
http://jwiesemann.com/ Ingenieurdienstleistungen, Usabilityberatung
"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"
From:Christoph Schmitz
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 13:00:12 +0100
Dietmar wrote:
>> Wobei ich mich frage, wie das geht. Die Verdichtung ist
>> ja durch das Verhaeltnis zwischen Zylindervolumen bei
>> "Kolben unten" und "Kolben oben" festgelegt, und das
>> laesst sich nicht so einfach aendern. Hoechstens koennte
>> man die Verdichtung verringern, indem man den Fuellungs-
>> grad begrenzt (Drosselklappe nicht ganz oeffen). Weiss
>> jemand naeheres darueber?
>>
> Es wird nicht bei OT (oberen Totpunkt) gezündet sonder vorher.
> Übertriebenes und nicht nachgerechnetes Beispiel: Zündet man 20° vor OT
> sind überm Kolben noch 3 cm Platz. Bei 3° nur noch 0,8cm. Im letzteren
> Fall ist das Gemisch stärker komprimiert.

Wenn man frueher zuendet, hat man doch genau das Klopfen,
das man eigentlich vermeiden will. Ich kann mir nicht
vorstellen, dass das dem Motor gut tut.

> Eine andere Möglichkeit sind Turbolader.

Klar, wenn ein solcher vorhanden ist, kann man die Zy-
linderfuellung damit beeinflussen.

Christoph
From:Matthias Dingeldein
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 12:40:44 +0100
Christoph Schmitz schrieb:
>
> Sören Kreimeier wrote:
> > Soweit ich weiß, lässt sich hochoktaniges Benzin stärker verdichten,
> > ohne vorher zu 'verpuffen'. Neuartige Autos mit Klopfsensor (Ab ca 1990,
>
> Ja, es entzuendet sich bei hoher Verdichtung nicht so
> leicht selbst.
>
> > soweit ich weiß, natürlich je nach Modell verschieden.) Fahren mit
> > solchen Kraftstoffen effizienter.
>
> Wobei ich mich frage, wie das geht. Die Verdichtung ist
> ja durch das Verhaeltnis zwischen Zylindervolumen bei
> "Kolben unten" und "Kolben oben" festgelegt, und das
> laesst sich nicht so einfach aendern. Hoechstens koennte
> man die Verdichtung verringern, indem man den Fuellungs-
> grad begrenzt (Drosselklappe nicht ganz oeffen). Weiss
> jemand naeheres darueber?


könnte mir vorstellen, daß das Ansaugventil nicht bis zum unteren
Totpunkt geöffnet bleibt, sondern etwas vorher geschlossen wird. Die
effektive Verdichtung errechnet sich dann aus den Volumina beim
Schließzeitpunkt und beim oberen Totpunkt.

Der maximale Wirkungsgrad \eta eines Verbrennungsmotors hängt nur von
der Kompressionszahl ab:
\eta = 1 - k^(-2/7) (aus: Gerthsen Physik, 21. Aufl. S. 231)

Gruß, Matthias Dingeldein

--
Um Frauen zu berechnen, braucht man einen Zufallsgenerator. ;-)

Francois Zellinger
From:Dominik Heggen
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 09:24:00 +0000 (UTC)
Hi Daniel!

Daniel Wissing schrieb:

> Habe das gleich Phänomen schon mal bei Billigtanke vs Markentanke
> beobachtet. Allerdings ging es dabei um NormalBenzin.

Ah, dann bin ich doch nicht ganz verrückt. ;-)

> Mit dem Markensprit kam ich auch einige Kilometer weiter, obwohl ich
> jeden Tag immer nur die gleiche Strecke im gleichen Tempo gefahren
> bin. Schon etwas merkwürdig....

Mein erster Eindruck ist tatsächlich, dass ich mit vollem Tank
belgischem Diesel ziemlich genau 700km schaffe und mit deutschem
800km. Das würde, bei meinem durchschnittlichen Verbrauch den
vermeintlichen Gewinn von etwa 6 EUR pro Tankfüllung an der belgischen
Tanke wieder auffressen.

Seinerzeit bin ich regelmäßig mit belgischem Sprit nach Karlsruhe
gefahren (~350km) und kam immer auf dem letzten Tropfen in Aachen wieder
an. Jetzt bin ich am Wochenende dieselbe Strecke nochmal gefahren und
mein Bordcomputer meint, ich könne noch 100km fahren ...
Mehr als merkwürdig, finde ich.

Grüße,
Dominik
From:thorsten heinitz
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:17 Jan 2005 09:49:40 GMT
tach

> Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass mein Auto mit "belgischem
> Diesel" betankt, offensichtlich etwas mehr verbraucht als mit
> einheimischem Diesel. Hat sonst noch jemand ähnliche Erfahrungen

das machen die absichtlich!
die belgischen tankstellen haben nen sensor der sieht wenn deutsche wagen
kommen, dann schalten die nen apparat ein der unauffällig in die tanksäule
integriert ist und per fluxbeschleuniger angetriebener elektronenhüllen-
transversions-para-hyperdrive-vergösserer dei dichte des treibstoffs
heruntersetzt und per magnetischer aufladung die moleküle so ausrichtet das
die mit mehr wiederstand durch den leitungen strömen, daher der grössere
verbrauch!
und das ganz perfide bei diesem diesel ist: wenn man damit nen benziner
tankt fährt der garnich...


*SCNR* :-))

viele grüsse
thorsten
From:German Kettler
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 14:19:05 +0100
Dominik Heggen schrieb:
> Hallo!
>
> Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass mein Auto mit "belgischem
> Diesel" betankt, offensichtlich etwas mehr verbraucht als mit
> einheimischem Diesel. Hat sonst noch jemand ähnliche Erfahrungen
> gemacht? Bisher hatte ich ausschliesslich in Belgien getankt und
> war mit meinem Verbauch recht zufrieden. Nun musste ich letzte
> Woche mal "zuhause" tanken und bin mit einer Tankfüllung gleich
> 100km weitergekommen, als sonst. Jetzt bin ich mir nicht sicher,
> ob ich wegen des höheren Preises unterbewusst etwas spritsparender
> gefahren bin oder ob das tatsächlich so ist.
>
> Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
>
> Grüße,
> Dominik
anderseits könnte es auch an geringeren Temperaturen liegen. Bei mir
schwankt der Verbauch Jahreszeitenabhängig je nach gefahrenen Strecken
auch um 100km (reichweite)
1,4l TDI
Winter ~ 450 km ("normaler" Stadt und Landbetrieb, immer etwa gleiche
Fahrweise und Stückelung)
Sommer ~ 550+ km

Allerdings relativiert es sich wenn ich im Winter eine lange strecke
durch fahre (500km durch), ähnliches habe ich aber auch beim Ölverbrauch
bemerkt, welcher auch mit dem Benzinverbrauch zusammen zu hängen scheint
(weniger Öl da, mehr Verbrauch)

Jetzt ersetze alle Benzin noch durch Diesel, dann stimmt alles ;-) hoffe
DIch ein wenig beruhigt zu haben.

ach ja, eins noch: Einen tatsächlichen Mehrverbrauch habe ich auch bei
BioDiesel noch nicht bemerkt, obwohl die Tankuhr mir dann immer sagt es
währe so. Beim Tanken stelle ich dann allerdings fest, dass ich mal
wieder zu feige war auf Erfahrungswerte zu hören :-)
Gruß
G
From:Rupert Mohr
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 14:41:39 +0100
--- Original Nachricht von German Kettler vom 17.01.2005 14:19 ---

> ach ja, eins noch: Einen tatsächlichen Mehrverbrauch habe ich auch bei
> BioDiesel noch nicht bemerkt, obwohl die Tankuhr mir dann immer sagt es
> währe so.

Biodiesel ist ne Mogelpackung. Pflanzenoel ist Bio! Das hat 10% mehr
Energieausbeute und kostet an der Poel-Tankstelle ca. 80 cent/l. Der
Wagen (hier: Nissan Sunny) schnurrt, riecht angenehm nach Fritten :-)
und stößt beim Starten keine schwarzen Wolken, sondern weiße Wölchen
raus :-)

Nein, ich habe nix umgebaut, nur reingeschüttet.

Gruß
Rupert



http://www.poelitik.de/ Fahren mit Poel (Pflanzenoel)
--
DL3NO * Rupert * Aachen * D09
PGP Mail erwünscht * PGP Key-ID: 0xB68FD35D
Wer lesen kann ist klar im Vorteil...
From:Jan Berg
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 15:06:07 +0100
> Nein, ich habe nix umgebaut, nur reingeschüttet.

Meines Wissens nach ist ein Umbau zwingend erforderlich weil Pflanzenöl
deutlich zähflüssiger ist, aber ich lasse mich gern eines anderen belehren.

Gruß Jan
From:Rupert Mohr
Subject:Re: belgischer Diesel = mehr Verbrauch?
Date:Mon, 17 Jan 2005 15:57:52 +0100
--- Original Nachricht von Jan Berg vom 17.01.2005 15:06 ---
>> Nein, ich habe nix umgebaut, nur reingeschüttet.
>
>
> Meines Wissens nach ist ein Umbau zwingend erforderlich weil Pflanzenöl
> deutlich zähflüssiger ist, aber ich lasse mich gern eines anderen belehren.
>
> Gruß Jan

Jau... Im Winter solltest Du 10% Diesel dazu schütten, im Sommer kannst
Du pur fahren.
Folgendes ist zu beachten. Beim erstmaligen Fahren mit Poel beginnen
sich die alten mineralischen Dieselrückstände im Motor zu lösen und
setzen den Kraftstofffilter nach einigen 100 Kilometern wahrscheinlich
zu. Man sollte also bei der Umstellung darauf gefasst sein, ein
Reservefilter ggf. einzusetzen.

Zähflüssigkeit: Ich hatte in den letzten Tagen auch bei den 0 Grad
Temperaturen noch keinerlei Änderungen im Fahrverhalten/Startverhalten
des KFZ. Wer eine Kraftstoffheizung hat (oder einbaut) kann sich
natürlich die Dieselmischung sparen. Es geht auch mit Pflanzenfett, dann
aber nur noch mit Heizung :-).

Tanken bei McDonald: Da kostet das Oel ca. 3 Cent/l, muß aber natürlich
noch wirklich gefiltert werden, da ein Motor NICHT mit Fritten fährt.

Tankstellen: Aachen (nähe Starfisk Disko) Liebigstr. 24 (Unicar)

(Anmerkung: noch im Laufe des Dezember 2004 soll dort eine unabhängige
Tankstelle mit Rapsmühle im Rahmen des Projektes Regiooel entstehen.
Termin verpasst.)

Gruß
Rupert




--
DL3NO * Rupert * Aachen * D09
PGP Mail erwünscht * PGP Key-ID: 0xB68FD35D
Wer lesen kann ist klar im Vorteil...

Die unaufgeforderte Zusendung einer Werbemail an Privatleute verstößt
laut dem LG Berlin vom 02.08.1998 (Az: 16 O 201/98) gegen UWG (§1) und
BGB (§823 I). Jede kommerzielle Nutzung der übermittelten persönlichen
Daten sowie deren Weitergabe an Dritte ist ausdrücklich untersagt!
   

Copyright © 2006 newsgroups-index   -   All rights reserved   -   Impressum