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 | | From: | Wilfried Kramer | | Subject: | Re: DVB-T in Stellingen/Niendorf? | | Date: | Sun, 28 Nov 2004 19:23:35 +0100 |
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 | Juergen Bors wrote:
> Am 2004-11-24 schrieb Wilfried Kramer:
>> IIRC ist die GEZ beim letzten Mal mit ihrem Ansinnen an einem >> technischen Merkmal gescheitert. Radio im weiteren Sinne besteht in der >> Ausstrahlung von Informationen an alle. Egal ob diese gerade hören oder >> nicht. Ein Livestream in Internet erfüllt dieses Kriterium aber gerade >> nicht. Zunächst mal muß sich der Hörer/Seher ausdrücklich zu einem >> bestimmten Zeitpunkt anmelden. > > Hä? Was heißt anmelden? Ein Radio muss ich auch einschalten und einen > Sender einstellen. Bei einem Rechner muss ich nur online gehen und ein > Programm starten und dort den Sender aussuchen den ich mir anhören will.
Ein Radiosender sendet seine elektromagnetischen Wellen immer aus. Egal ob jemand hört oder nicht. Er hat nicht mal wirklich die Option festzustellen, ob jemand hört. Bei einem Netzstream muß sich als erstes mein Rechner bei der Station melden. Und dort eine neue exklusive Kopie der Daten bestellen. Das ist nicht mehr Rundfunk, sondern der gezielte Abruf von Informationen. Multicast wäre eventuell etwas anderes.
>> Und dann bekommt er einen Stream, der nur für ihn bestimmt ist. > > Eine Kopie dessen, den viele bekommen. Kabelradio bekommst auch nur du > über dein Kabel.
Und meine Nachbarn am gleichen Kabel. Und das ganz ohne meine Mitwirkung, oder deren.
>> Außerdem zielt das Ansinnen nicht auf Privatkunden. Statt dessen soll >> jetzt jede Firma an die GEZ zahlen. > > Siehe: > http://www.teltarif.de/arch/2004/kw42/s15125.html
Das ist ja schön, daß sie noch nicht sofort an Privatnutzern interessiert sind. Im Regelfall allerdings sind Haushalte sowieso angemeldet. Und die GEZ hat auch gar keine Option festzustellen, ob dort ein "Internet-PC" betrieben wird oder nicht. Datenschutz beim ISP und beim Handel.
> Ab 2007 ist es wohl für alle geplant. Bai Privathaushalten spielt die > Anzahl der Geräte ehe keine Rolle, ein PC kostet genausoviel GEZ wie 10 > Radios und drei Fernseher. ;-)
Eben. Aber Firmen brauchten bisher ja nicht zu zahlen. Nun kann man feststellen, welche Firma denn einen eigenen Anschluß hat (Emailadresse dürfte erst einmal reichen), und dann eine Rechnung schicken. Die GEZ-Leute muß man jetzt schon brutal von der Tür verweisen.
Aus dem Bericht, auf den sich Deine Meldung bezieht: | Firmen müssen die Rundfunkgebühr für PCs erst ab 1. Januar 2007 zahlen. | Dann wird auch nicht, wie sonst bei Firmen üblich, pro PC abgerechnet, | sondern eine Grundstückspauschale erhoben.
Bisher müssen (von Ausnahmen wie Fernsehgeschäften abgesehen) Firmen ja auch nicht zahlen. Je größer der Laden, desto wahrscheinlicher ist ein Anschluß. An einem PC ist aus Prinzip ein Display vorhanden. Bei aktuellen Bürogeräten ist ein Soundausgang im Chipsatz vorhanden. Wenn man jetzt den Netzzugang als Empfangsoption nimmt, sind die Geräte qualifiziert. Darf der Administrator also die Firewall konfigurieren, um den Empfang unmöglich zu machen.
Gruß von Wilfried -- Erzähl mir nichts über Zufälle, ich verdiene mein Geld in der EDV-Branche. Zufälle gibt es nicht, diese Kisten sind einfach nur hochintelligent, böse und hinterhältig. [Ralph J.Mayer in hdm]
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