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Linux partitionieren

Linux partitionieren  
Hermann Riemann
 Re: Linux partitionieren  
Till Maas
 Re: Linux partitionieren  
Dirk Deimeke
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Helmut Hullen
 Re: Linux partitionieren  
Wolfgang Draxinger
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Hermann Riemann
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Dirk Deimeke
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Claus Allweil
 Re: Linux partitionieren  
Dirk Deimeke
 Re: Linux partitionieren  
Hermann Riemann
From:Hermann Riemann
Subject:Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 17:49:33 +0100
Suse schlägt, wenn man nichts einstellen will vor,
eine kleine boot Partition und die größte mögliche Partition als /

Wenn man selber einteilen will schlägt SuSE selbst /tmp vor,
obwohl ich mal gelesen habe man soll es nicht tun.
( Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum putzen )

Bisher habe ich auf größeren Systemen bis auf /tmp jeden SuSE-Vorschlag
eingerichtet, /srv /local etc. als jeweils eine partition.
Die partitions waren zwischen 2% und 25% belegt.
d.h. beim partition-Wechsel musste der Lesekopf viele Spuren wechseln.

Mein neuestes System hat jetzt 3 Festplatten,
eine S-ATA (10k Umdrehungen) und 2 große P-ATA.
Die 1.Hälfte von der S-ATA habe ich auf / die 2. auf /home.

/boot swap /home2 und einige andere liegen auf den P-ATA-Platten.
Bis auf /boot werden die P-ATA-Platten bei Neuinstallation nicht
formatiert.

Hermann
der um begründete Verbesserungsvorschläge bittet.

--
http://www.Hermann-Riemann.de
From:Till Maas
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 19:37:45 +0100
Hermann Riemann wrote:

> ( Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum putzen )

Dann sollte aber auch noch immer das sticky-bit gesetzt werden,

Grüße,
Till
From:Dirk Deimeke
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Mon, 17 Jan 2005 08:13:09 +0100
Hermann Riemann:

> der um begründete Verbesserungsvorschläge bittet.

Wenn Du die Möglichkeiten nutzt, macht es durchaus Sinn
- /home auf eine separate Partition oder Platte zu legen
(Hat den Vorteil, daß Du bei Neuinstallation des Systems, die
Systempartition formatieren kannst, wenn Du willst.)
- /srv auf eine separate Partition oder Platte zu legen
(gleiche Begründung)

- /var und swap aus Performance-Gründen auf eine andere Platte zu legen als
das eigentliche System (/etc, /usr und /opt) installieren

- für spätere Erweiterbarkeit ein LVM für /home, /srv, /usr, /opt zu
installieren

Ich habe hier alles auf einer Platte, würde aber anders partitionieren, wenn
ich mehrere Platten im Notebook hätte.

Dirk
From:Helmut Hullen
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:17 Jan 2005 14:48:00 +0100
Hallo, Hermann,

Du meintest am 16.01.05:

> Suse schlägt, wenn man nichts einstellen will vor,
> eine kleine boot Partition und die größte mögliche Partition als /

> Wenn man selber einteilen will schlägt SuSE selbst /tmp vor,
> obwohl ich mal gelesen habe man soll es nicht tun.
> (Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum putzen)

Ich sinniere derzeit auch über die passenden Mindestgrössen.
Wurzelpartition: die wird (und sollte) "/tmp" haben, und "/tmp" kann
inzwischen sehr gierig werden, vor allem, wenn einige User mit dem
"midnight commander" arbeiten. Also mindestens 2 GiByte für die
Wurzelpartition?

Was bewirkt "TMPFILE"? Was ich bisher an Erklärungen gefunden habe,
ist sehr mager.

"/var": sollte auf einer eigenen Partition liegen; bei der auch von
mir betreuten Distribution "c't/ODS-schulserver" landen da u.a. die
Daten des Proxy, Logdateien und die Datenbank des Schmuddelfilters.
"/var/lib" könnte schwer kontrollierbar wachsen.
Log-Dateien: letzte Woche hat ein Amok laufender "squid" eine Logdatei
von 2 GiByte erzeugt, kurz danach war die Partition vollgelaufen.

Amokläufe werden sich nicht verhindern lassen. Also 2 bis 4 GiByte für
"/var"?

"swap": scheint immer noch nötig zu sein, auch wenn es tatsächlich
wohl nur selten genutzt wird.

Viele Grüße!
Helmut Hullen
BS

Neid ist geil!
From:Wolfgang Draxinger
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 18:12:39 +0100
Hermann Riemann wrote:

> Suse schlägt, wenn man nichts einstellen will vor,
> eine kleine boot Partition und die größte mögliche Partition
> als /
>
> Wenn man selber einteilen will schlägt SuSE selbst /tmp vor,

Durchaus sinnvoll, genauso wie eine unabhängige /var, /boot
gehört sowieso vollkommen unabhängig. Idealerweise /home auch
noch. /dev Mountet man sowieso als tmpfs und lässt udev darauf
ackern.
Ausser /var /tmp und /home sollten alle anderen ro sein und nur
zur Systempflege rw gesetzt werden.

> obwohl ich mal gelesen habe man soll es nicht tun.
> ( Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum
> putzen )

rm -r /tmp/* wie wär's damit?

--
Wolfgang Draxinger

[Hier könnte Ihr Text stehen]
From:Hermann Riemann
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 18:35:27 +0100
Wolfgang Draxinger schrieb:

> Durchaus sinnvoll, genauso wie eine unabhängige /var, /boot
> gehört sowieso vollkommen unabhängig.
> Idealerweise /home auch noch.

Bei /tmp, /var und /home: Weil Linux kein DEFRAG kennt?

> /dev Mountet man sowieso als tmpfs und lässt udev darauf
> ackern.
> Ausser /var /tmp und /home sollten alle anderen ro sein und nur
> zur Systempflege rw gesetzt werden.
>
>> obwohl ich mal gelesen habe man soll es nicht tun.
>> ( Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum
>> putzen )
>
> rm -r /tmp/* wie wär's damit?

Ich verwende /g, da bestimme ich ohne Systemauswahl,
wann ich die Datein lösche.

Häufig ist da die Lebensdauer einer Datei
in etwa umgekehrt proportional der Erwartung.

( Mit chmod und chown erhalten diese Ordner
die gleichen Eigenschaften wie $HOME
und die Spiegeling auf /$home2 )

Hermann
der sehr selten auf CD/DVD sichert.

--
http://www.Hermann-Riemann.de
From:Daniel Romann
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 20:05:29 +0100
Hermann Riemann wrote:

>> Durchaus sinnvoll, genauso wie eine unabhängige /var, /boot
>> gehört sowieso vollkommen unabhängig.
>> Idealerweise /home auch noch.

Die Trennung zwischen /home und / ist IMO am wichtigsten.

> Bei /tmp, /var und /home: Weil Linux kein DEFRAG kennt?

Damit der Rest ro oder gar nicht gemountet werden kann/muss.
Funktioniert bei Susi (9.1) nur leider nicht so 100%ig.

--
Viele Grüße,
Daniel
From:Hermann Riemann
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 21:24:59 +0100
Daniel Romann schrieb:

> Die Trennung zwischen /home und / ist IMO am wichtigsten.

Warum?

>> Bei /tmp, /var und /home: Weil Linux kein DEFRAG kennt?

> Damit der Rest ro oder gar nicht gemountet werden kann/muss.
> Funktioniert bei Susi (9.1) nur leider nicht so 100%ig.

Ich dachte SuSi mountet beim Hochfahren immer alles,
was man bei der Installation angibt.
Bisher habe ich davon noch keine Abweichung bemerkt.

Hermann
der auf den meisten Nebenrechner (wie z.B. Laptop )
nur die partitions /boot und / hat.

p.s /boot als hda1
/ als hda5


--
http://www.Hermann-Riemann.de
From:Dirk Deimeke
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Mon, 17 Jan 2005 08:13:51 +0100
Hermann Riemann:

> Ich dachte SuSi mountet beim Hochfahren immer alles,
> was man bei der Installation angibt.
> Bisher habe ich davon noch keine Abweichung bemerkt.

Das ist konfigurierbar.

Dirk
From:Daniel Romann
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 22:27:41 +0100
Hermann Riemann wrote:

> Daniel Romann schrieb:
>
>> Die Trennung zwischen /home und / ist IMO am wichtigsten.
>
> Warum?

Optionen wie -nosuid oder (noch radikaler) -noexec beim mounten
von /home (und alles andere, was User einbinden könnten) möchte
ich nicht missen. Am Laptop oder zu Hause am Einzelplatzrechner
spielt das natürlich nur eine geringe Rolle. Ferner hatte ich
hier öfters mit (Hardware bedingten) Abstürzen zu kämpfen, so
dass ich /home gerne mit -sync eingebunden hatte, um die Risiken
von Inkonsistenzen zu minimieren.

>
>>> Bei /tmp, /var und /home: Weil Linux kein DEFRAG kennt?
>
>> Damit der Rest ro oder gar nicht gemountet werden kann/muss.
>> Funktioniert bei Susi (9.1) nur leider nicht so 100%ig.
>
> Ich dachte SuSi mountet beim Hochfahren immer alles,
> was man bei der Installation angibt.

Tut's auch. Nur einige init-Skripte beschweren sich, weil sie
irgendwo hinschreiben wollen, was im FHS nicht dafür vorgesehen
ist. Übrigens empfielt der FHS auch ein Löschen von /tmp bei
jedem Systemstart.

> Bisher habe ich davon noch keine Abweichung bemerkt.

Habe zwar lange kein Suse mehr aufgesetzt, aber die fstab
bedarf nach der Installation seit Einführung von automount
(*würg*) immer mehr Handarbeit.

> der auf den meisten Nebenrechner (wie z.B. Laptop )
> nur die partitions /boot und / hat.

Ich habe zugegebenermaßen bisher noch nicht den Sinn einer
eigenen /boot Partition verstanden. Der einzige Vorteil wäre
vielleicht, dass sie nicht gemountet werden muss (für
neugierige User).

--
Viele Grüße,
Daniel
From:Wolfgang Draxinger
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 23:24:01 +0100
Daniel Romann wrote:

> Ich habe zugegebenermaßen bisher noch nicht den Sinn einer
> eigenen /boot Partition verstanden. Der einzige Vorteil wäre
> vielleicht, dass sie nicht gemountet werden muss (für
> neugierige User).

Um Problemen mit div. Dateisystemen bei der Verwendung anderer
Bootloader als LiLo aus dem Weg zu gehen. Die /boot als ext2
Partition, da kann man dann den Kernel initrd und was man sonst
noch alles zum Systemstart braucht hinlegen. Die / kann dann
jedes FS sein, mit dem Linux ohne Einschränkungen umgehen kann.

--
Wolfgang Draxinger

[Hier könnte Ihr Text stehen]
From:Holger Marzen
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:16 Jan 2005 20:19:38 GMT
* On Sun, 16 Jan 2005 18:12:39 +0100, Wolfgang Draxinger wrote:

> Hermann Riemann wrote:
>
>> obwohl ich mal gelesen habe man soll es nicht tun.
>> ( Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum
>> putzen )
>
> rm -r /tmp/* wie wär's damit?

-r--r--r-- 1 root root 11 Jan 14 16:50 .X0-lock
drwxrwxrwt 2 root root 1024 Jan 14 16:50 .X11-unix
drwxrwxrwt 2 root root 1024 Aug 8 07:13 .font-unix

würde stehen bleiben.
From:Rainer Koenig
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 20:20:45 +0100
Hermann Riemann writes:

> Wenn man selber einteilen will schlägt SuSE selbst /tmp vor,
> obwohl ich mal gelesen habe man soll es nicht tun.
> ( Vielleicht wegen rm -r /tmp und mkdir /tmp vom System zum putzen )

Der Platzbedarf von /tmp kann sehr gemein anwachsen. Ich hatte neulich
derbe Probleme als ich eine Red Hat Ready Zertifizierung auf einer
Workstation laufen ließ. Da nagen Tests wie "Core" oder "Memory" auch
gnaz heftig an /tmp weil da mehrere parallel Kernelbuilds angeleiert
werden. Und wenn /tmp dann 100% voll ist gibt es irgendwo um die 1.3
Gigabyte Errofile. :-)

Und das bedingungslose Niedermeucheln von /tmp hat mir da auch andere
Probleme eingebracht, denn damit killt man auch /tmp/.X11-unix welches
die Sockets enthält ohne die der X-Server nicht mehr starten mag. :-)

> Mein neuestes System hat jetzt 3 Festplatten,
> eine S-ATA (10k Umdrehungen) und 2 große P-ATA.
> Die 1.Hälfte von der S-ATA habe ich auf / die 2. auf /home.

Eine eigene /home ist in jedem Fall empfehlenswert, denn dann überlebt
/home auch mal wenn man ein System (z.B. wegen Distributionswechsel)
neu aufsetzt.

> /boot swap /home2 und einige andere liegen auf den P-ATA-Platten.
> Bis auf /boot werden die P-ATA-Platten bei Neuinstallation nicht
> formatiert.

Die Frage ist, ob Du bei viel RAM überhaupt in die Verlegenheit kommst,
daß die Kiste swappen tut.

Ansonsten könntest Du natürlich über Dinge wie LVM und RAID nachdenken.
Auf meiner Kiste im Büro habe ich einen LVM am laufen, der war sehr
hilfreich als meinem FTP-Server der Speicherplatz ausging. Einfach
eine neue Platte rein , ins Logical Volume aufnehmen und gut.

HTH
Rainer
--
Please send NO spam to my mail addresses.
From:Thomas Flaig
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:16 Jan 2005 21:21:27 GMT
Am 2005-01-16, schrieb Rainer Koenig :
> Hermann Riemann writes:
> Der Platzbedarf von /tmp kann sehr gemein anwachsen. Ich hatte neulich
> derbe Probleme als ich eine Red Hat Ready Zertifizierung auf einer
> Workstation laufen ließ. Da nagen Tests wie "Core" oder "Memory" auch
> gnaz heftig an /tmp weil da mehrere parallel Kernelbuilds angeleiert
> werden. Und wenn /tmp dann 100% voll ist gibt es irgendwo um die 1.3
> Gigabyte Errofile. :-)
Wird während dem Test nicht wenigstens auch noch versucht Binaries von
/tmp aus auszuführen? Das mag ich ja besonerds, weil hier /tmp noexec
gemountet ist.

> Und das bedingungslose Niedermeucheln von /tmp hat mir da auch andere
> Probleme eingebracht, denn damit killt man auch /tmp/.X11-unix welches
> die Sockets enthält ohne die der X-Server nicht mehr starten mag. :-)
Das ist aber erst bei neueren Versionen vom Xorg-X-Server (wieder) so.
Ältere Xorg-X-Server und XF86-X-Server erstellen das Verzeichnis wieder,
wenn es nicht vorhanden ist (z.B. wenn /tmp ein tmpfs-Dateisystem ist).
Aber dieses Feature ist wohl überflüssig, man kann es ja mit dem
Startskript von X nachbilden. ;(

>> /boot swap /home2 und einige andere liegen auf den P-ATA-Platten.
>> Bis auf /boot werden die P-ATA-Platten bei Neuinstallation nicht
>> formatiert.
> Die Frage ist, ob Du bei viel RAM überhaupt in die Verlegenheit kommst,
> daß die Kiste swappen tut.
Andererseits tut doch so ein bischen swap bei heutigen Festplattengrößen
nicht mehr wirtklich weh, oder?

ciao
thomas
--
How do I type "for i in *.dvi do xdvi $i done" in a GUI?
-- Discussion in comp.os.linux.misc on the intuitiveness of interfaces
From:Wolfgang Draxinger
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Mon, 17 Jan 2005 00:26:21 +0100
Thomas Flaig wrote:

> Andererseits tut doch so ein bischen swap bei heutigen
> Festplattengrößen nicht mehr wirtklich weh, oder?

Eigentlich gehört IMHO immer 120% RAM als Swapspace reserviert:
Auf nicht SMP Systemen ist die Möglichkeit eines Software
Suspend zu haben nicht zu verachten. Z.B. letztens auf meinem
Laptop: Grad am emergen eines, ach keine Ahnung was das war, ich
glaub freenx, (man hat ja sonst nix in der Vorlesung zu
tun ;-) ), es dauert länger als die Vorlesung und ich muss jetzt
erst mal in der Mensa sozialen Kontakt zu meinen Mitmenschen
halten, wo das Laptop zu seiner eigenen Sicherheit im Rucksack
verbleiben muss. Also das Laptop in den SW_SUSP Modus versetzt.
Später in der Übung ging's dann nahtlos weiter. Linux ist schon
ne tolle Sache: Im Hintergrund wird kompiliert und ich lasse
gleichzeitig ein paar DGLs von Maple durchkauen. Unter Windows
hätte ich spätestens jetzt mit der Meldung es sei nicht genug
virtueller Speicher vorhanden (komisch es ist doch genug Swap
frei...) kämpfen müssen, von der flüssigen Benutzbarkeit des
Systems mal abgesehen. Nebenbei hab ich dann noch den
Tafelinhalt nach LaTeX getippt.

--
Wolfgang Draxinger

[Hier könnte Ihr Text stehen]
From:Rainer Koenig
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Mon, 17 Jan 2005 07:44:59 +0100
Hermann Riemann writes:

>> Ansonsten könntest Du natürlich über Dinge wie LVM und RAID nachdenken.

> Ich denke über RAID1 und ECC-RAM wegen der Zuverlässigkeit nach.

Auch non-ECC-RAM dürfte zuverlässig sein. Zumindest die Module, die unsere
Kollegen im Speichertestlabor qualifiziert haben.

> Bei viele RAM vermute ich, daß ich das meiste gelesene Plattenplatz
> ohnehin im Speicher habe.
> Ob ich LVM mache oder alles auf / lege, wo ist da der grundlegende
> Unterschied?

Der Unterschied wird deutlich, wenn Du eine volle Platte hast und diesen
Zustand durch Hinzufügen einer weiteren Platte beheben willst. Z.B. war
es bei mir so:

/ftp-server war zu 99% voll. Ohne LVM könnte ich jetzt natürlich z.B.
eine weitere Platte hinhängen und dann unterhalb von /ftp-server ein
Verzeichnis erstellen wo ich das per mount einhänge. Allerdings wäre
es für die Leute die hier vom FTP-Server saugen wollen wohl eher
unbequem wenn ISO-Images statt in /pub/iso-images nun auch in
/pub2/iso-images liegen können (pub2 sei das Verzeichnis wo eine neue
Platte eingehängt wird).

Bei der Lösung mit LVM wird die neue Platte einfach als physical volume
definiert und der Volume-Group zugewiesen auf der mein logical volume
liegt. Das kann dann vergrößert werden (eben z.B. um den hinzugefügten
Platz) und per resize2fs kann man dann die Partitionsgröße entsprechend
anpassen und hat somit mehr Platz ohne daß Eingriffe in die Directory-
Struktur notwendig sind.

> Und wenn ich beim Neuinstallieren einige partitions
> nicht formatieren will, was macht dann LVM?

Tut nicht weh. LVM bietet Dir einfach eine Zusammenfassung von
physical volumes die Du zu Gruppen zusammenfassen kannst und auf denen
Du dann logical volumes (die werden dann mit dem Dateisystem formatiert)
definierst.

Have fun!
Rainer
--
* The message above is a PERSONAL opinion, based on the author's *
* experience and knowledge. So it's NOT necessarily shared by my *
* employer or anyone else. All rights of being wrong reserved :-) *
From:Dirk Deimeke
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Mon, 17 Jan 2005 11:54:07 +0100
Rainer Koenig:

> Bei der Lösung mit LVM wird die neue Platte einfach als physical volume
> definiert und der Volume-Group zugewiesen auf der mein logical volume
> liegt. Das kann dann vergrößert werden (eben z.B. um den hinzugefügten
> Platz) und per resize2fs kann man dann die Partitionsgröße entsprechend
> anpassen und hat somit mehr Platz ohne daß Eingriffe in die Directory-
> Struktur notwendig sind.

Resize-Tools gibt es mittlerweile für jedes "fortschrittliche"
Dateisystem.
(resize2fs für ext2/3, xfs_growfs für xfs, resize_reiserfs für
reiser).

Dirk
From:Claus Allweil
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Mon, 17 Jan 2005 20:58:07 +0100
Dirk Deimeke schrieb:
> Resize-Tools gibt es mittlerweile für jedes "fortschrittliche"
Dateisystem.
> (resize2fs für ext2/3, xfs_growfs für xfs, resize_reiserfs für reiser).

Und welche davon funktionieren online? (Also bei gemounteter Parition?)

Claus
From:Dirk Deimeke
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Tue, 18 Jan 2005 05:31:14 +0100
Claus Allweil:

>> (resize2fs für ext2/3, xfs_growfs für xfs, resize_reiserfs für reiser).
> Und welche davon funktionieren online? (Also bei gemounteter Parition?)

Weiß ich nicht.

ext2/3 sollten es können, funktionieren aber nicht bei uns in der Firma ...

Dirk
From:Claus Allweil
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Tue, 18 Jan 2005 07:26:54 +0100
Dirk Deimeke schrieb:

> ext2/3 sollten es können, funktionieren aber nicht bei uns in der Firma ...

Bei mir eben auch nicht...

Claus
From:Dirk Deimeke
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Tue, 18 Jan 2005 08:43:41 +0100
Claus Allweil:

>> ext2/3 sollten es können, funktionieren aber nicht bei uns in der Firma ...
> Bei mir eben auch nicht...

Es ist wohl abhängig von der Version der e2fsprogs

Dirk
From:Hermann Riemann
Subject:Re: Linux partitionieren
Date:Sun, 16 Jan 2005 21:19:10 +0100
Rainer Koenig schrieb:

> Hermann Riemann writes:

> Der Platzbedarf von /tmp kann sehr gemein anwachsen.

Bisher hatte ich keinen eigene /tmp partition
Und meine 8GB / partition ist zu 3% belegt.

> Und das bedingungslose Niedermeucheln von /tmp hat mir da auch andere
> Probleme eingebracht, denn damit killt man auch /tmp/.X11-unix welches
> die Sockets enthält ohne die der X-Server nicht mehr starten mag. :-)

Da ich selber nicht mit /tmp bewußt mache,
habe ich mich bisher auch nicht um das Leeren gekümmert.

> Eine eigene /home ist in jedem Fall empfehlenswert, denn dann überlebt
> /home auch mal wenn man ein System (z.B. wegen Distributionswechsel)
> neu aufsetzt.

Ich hatte schon öfter Probleme mit SuSE Neuinstallationen,
wenn ich /home nicht formatiert habe.
Entweder bei der user-Zuordnung oder bei der KDE-Einrichtung.
Ich erinnere mich an die Löschung einer user-id mit allem,
was ich gefunden hatte, aber er war irgendwie immer versteckt noch
drin und ließ sich nicht wieder anmelden.

Deswegen arbeite ich mit /home2 wo ich ab und zu den Inhalt von /home
hin kopiere und nach der Neuinstalltion das meiste nach /home
zurückkopiere.

> Die Frage ist, ob Du bei viel RAM überhaupt in die Verlegenheit kommst,
> daß die Kiste swappen tut.

Bei der neuen Kiste sind nach dem Hochfahren ( nur 1 Konsole offen )
(nach dem Kommando top) bereits 468 MB belegt.
Auf meinen internet PC habe ich schon 500 MB Speicher + 1 GB swap
als belegt gesehen ( 7 GB swap waren noch frei )
Und auf meinen HauptPC hat er auch schon geswapt, was bewirkt,
wenn ich eine neues Fenster aufmachen will,
erstmal ca 10 Sekunden warten muß.

> Ansonsten könntest Du natürlich über Dinge wie LVM und RAID nachdenken.
> Auf meiner Kiste im Büro habe ich einen LVM am laufen, der war sehr
> hilfreich als meinem FTP-Server der Speicherplatz ausging. Einfach
> eine neue Platte rein , ins Logical Volume aufnehmen und gut.

Ich denke über RAID1 und ECC-RAM wegen der Zuverlässigkeit nach.

Bei viele RAM vermute ich, daß ich das meiste gelesene Plattenplatz
ohnehin im Speicher habe.
Ob ich LVM mache oder alles auf / lege, wo ist da der grundlegende
Unterschied?
Und wenn ich beim Neuinstallieren einige partitions
nicht formatieren will, was macht dann LVM?

Hermann
vermutend, daß er RAID* in einigen Jahren haben wird,
wenn die Zugriffsgeschwindigkeit der Platten
weiterhin langsamer steigt als die Kapazität.

--
http://www.Hermann-Riemann.de
   

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