|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Sun, 16 Jan 2005 17:40:45 +0100 |
|
|
 | Hallo,
momentan stehe ich vor einem recht durchwachsenen Problem... In $Firma wird zur Zeit ein Debian Linux als Mailserver eingesetzt, welches sich aus Postfix, Procmail und den standard Pop3 Daemons, sowie dem UW-IMapd welcher auf die alte MBox struktur zugreift. Da es nur eine Handvoll Benutzer gibt, störte mich die Authentifizierung mittels Unix-Accounts nicht wirklich, kein User hat mehr rechte als sich seine Mails abzuholen. Das Problem ist nur, das die Mails teilweise sehr groß sind (Anhänge) und in einem Jahr einige hundert Megabytes in den mbox' Files angesammelt haben (man kann fast sagen, es sind schon einige Gigabytes an Mails, trotz nur sehr weniger User). Leider lahmt hierdurch die Performance ein wenig, wie man sich evt. vorstellen kann. Meine Bitte, die Anhänge getrennt zu speichern, ggf. dies auch automatisiert zu erledigen stiess aber auf keine Zustimmung. Es soll, wenn irgendwie möglich, der per IMAP angesprochene Email-Server auch als Datenbank für vergangene Emails dienen. Die Frage die sich mir hierbei stellt ist, welcher Email Server kommt mit Postfächern zurecht, die bestimmt in den nächsten fünf Jahren auf Schätzungsweise 10 GB Das Stück ansteigen werden? Und vor allem, mit welcher Strategie kann man soetwas im Voraus planen ohne das es in die Hose geht? Cyrus mit Maildir quick'n'dirty zu installieren (wenn das überhaupt geht :-) wird ja auchnicht die Lösung aller Probleme sein, desweiteren liebäugle ich eher mit der Courier Variante, scheint mir persönlich etwas einfacher zu administrieren zu sein.
Gibt es da Erfahrungen, wie man soetwas nicht ganz 'standardkonformes' Bewerkstelligen kann, ohne den HardwareAufwand ins unermessliche steigen zu lassen?
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
 | | From: | Jochen Schmid | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder | | Date: | 17 Jan 2005 16:44:51 GMT |
|
|
 | Am 2005-01-16 17:40 CET schrieb Ulrich Gierschner:
> Meine Bitte, die Anhänge getrennt zu speichern, ggf. dies auch > automatisiert zu erledigen stiess aber auf keine Zustimmung. Es soll, wenn > irgendwie möglich, der per IMAP angesprochene Email-Server auch als > Datenbank für vergangene Emails dienen.
Quota einrichten. ;-) Als Dokumenten-Management-Datenbank eignen sich IMAP-Mailboxen allerdings nicht so gut.
--
|
|
 | | From: | Michael Bode | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder | | Date: | Sun, 16 Jan 2005 18:54:58 +0100 |
|
|
 | Ulrich Gierschner writes:
> Das Problem ist nur, das die Mails teilweise sehr groß sind (Anhänge) und > in einem Jahr einige hundert Megabytes in den mbox' Files angesammelt haben > (man kann fast sagen, es sind schon einige Gigabytes an Mails, trotz nur > sehr weniger User). > Leider lahmt hierdurch die Performance ein wenig, wie man sich evt. > vorstellen kann. > Meine Bitte, die Anhänge getrennt zu speichern, ggf. dies auch > automatisiert zu erledigen stiess aber auf keine Zustimmung. Es soll, wenn > irgendwie möglich, der per IMAP angesprochene Email-Server auch als > Datenbank für vergangene Emails dienen.
Was eigentlich ziemlicher Blödsinn ist. Anstatt Informationen sinnvoll zu kategorisieren (Buchhaltung -> Einkauf -> Rechnungen oder Entwicklung -> Produkte -> ProduktXY -> mech.Kontruktion) wird alles in Mail Accounts gespeichert.
F: Wo sind die Zeichnungen für den Kühler von der Eismaschine abgelegt?
A: Unter Buchstabe 'L', die hat doch damals der Müller-Lüdenscheid gemacht.
Aber da das ein bischen Arbeit macht, will das kein User hören.
Vom Backup mal ganz zu schweigen. Backup ist natürlich kein Problem, nur beim Restore wird es ziemlich lustig, wenn man unter 200000 Mailfiles mit so sprechenden Namen wie '47829' einen bestimmten versehentlich gelöschten Vertrag sucht.
> Die Frage die sich mir hierbei stellt ist, welcher Email Server kommt mit > Postfächern zurecht, die bestimmt in den nächsten fünf Jahren auf > Schätzungsweise 10 GB Das Stück ansteigen werden? Und vor allem, mit > welcher Strategie kann man soetwas im Voraus planen ohne das es in die Hose > geht? > Cyrus mit Maildir quick'n'dirty zu installieren (wenn das überhaupt geht > :-) wird ja auchnicht die Lösung aller Probleme sein, desweiteren liebäugle > ich eher mit der Courier Variante, scheint mir persönlich etwas einfacher > zu administrieren zu sein. > > Gibt es da Erfahrungen, wie man soetwas nicht ganz 'standardkonformes' > Bewerkstelligen kann, ohne den HardwareAufwand ins unermessliche steigen zu > lassen?
Cyrus dürfte jedenfalls keine Probleme mit der Menge an Mail haben. Ich hab da im Moment einige GB in einigen zigtausend Mails drin. Einige weitere zigtausend Mails mit weiteren 8GB liegen auf einem Tobit Server und warten darauf auf einen neuen Cyrus verschoben zu werden.
|
|
 | | From: | Michael Bode | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Sun, 16 Jan 2005 20:09:26 +0100 |
|
|
 | "Rainer Haessner" writes:
> Man sollte das vielleicht etwas pragmatischer sehen. Die Organisation > ueber email-Folder funktioniert und scheint aus Benutzersicht effektiv > zu sein.
Ob sie funktioniert, sieht man dann, wenn etwas gesucht wird und keiner weiß, in wessen Mail-Account es liegt.
> Abgesehen davon ist es etwa schwierig, dem groessten email-Organisator > Vorschriften zu unterbreiten, weil der zufaellig gleichzeitig Chef ist ...
Natürlich. "Wenn Du eine Situation nicht ändern kannst, lehne Dich zurück und genieße sie." Ist auch von Heinlein.
|
|
 | | From: | Rainer Haessner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Sun, 16 Jan 2005 19:36:51 +0100 |
|
|
 | Hallo,
"Michael Bode" schrieb:
>> Das Problem ist nur, das die Mails teilweise sehr groß sind (Anhänge) und >> in einem Jahr einige hundert Megabytes in den mbox' Files angesammelt >> haben >> (man kann fast sagen, es sind schon einige Gigabytes an Mails, trotz nur >> sehr weniger User). >> Leider lahmt hierdurch die Performance ein wenig, wie man sich evt. >> vorstellen kann. >> Meine Bitte, die Anhänge getrennt zu speichern, ggf. dies auch >> automatisiert zu erledigen stiess aber auf keine Zustimmung. Es soll, >> wenn >> irgendwie möglich, der per IMAP angesprochene Email-Server auch als >> Datenbank für vergangene Emails dienen. > > Was eigentlich ziemlicher Blödsinn ist. Anstatt Informationen sinnvoll > zu kategorisieren (Buchhaltung -> Einkauf -> Rechnungen oder > Entwicklung -> Produkte -> ProduktXY -> mech.Kontruktion) wird alles > in Mail Accounts gespeichert. > > F: Wo sind die Zeichnungen für den Kühler von der Eismaschine > abgelegt? > > A: Unter Buchstabe 'L', die hat doch damals der Müller-Lüdenscheid > gemacht. > > Aber da das ein bischen Arbeit macht, will das kein User hören.
Man sollte das vielleicht etwas pragmatischer sehen. Die Organisation ueber email-Folder funktioniert und scheint aus Benutzersicht effektiv zu sein. Abgesehen davon ist es etwa schwierig, dem groessten email-Organisator Vorschriften zu unterbreiten, weil der zufaellig gleichzeitig Chef ist ...
> > Vom Backup mal ganz zu schweigen. Backup ist natürlich kein Problem, > nur beim Restore wird es ziemlich lustig, wenn man unter 200000 > Mailfiles mit so sprechenden Namen wie '47829' einen bestimmten > versehentlich gelöschten Vertrag sucht.
Ja, das ist zugegebenermassen eine K.....e. elbst, wenn man die verlorene Mail wiederfindet, muss sie ja noch zurueck in die Datenbank- struktur geschoben werden. Habe ich noch keine Loesung gefunden. Ich nenne die wiederhergestellte Mail dann Y*.cnm, schiebe sie in einen lokalen Pegasus-Mail-Ordner und von dort per IMAP wieder auf den Mailserver. Von hinten durch die Brust ins Auge geschossen, keine Frage. Wenn es jemand besser weiss ......
Rainer Haessner
|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Mon, 17 Jan 2005 16:34:37 +0100 |
|
|
 | Michael Bode wrote:
> Vom Backup mal ganz zu schweigen. Backup ist natürlich kein Problem, > nur beim Restore wird es ziemlich lustig, wenn man unter 200000 > Mailfiles mit so sprechenden Namen wie '47829' einen bestimmten > versehentlich gelöschten Vertrag sucht.
Sag nicht mir das. Ich habe auch schon angeboten die Anhänge zu extrahieren und getrennt (über einen Intranet-Server in einer Art Ticket System abrufbar zu machen, aber irgendwie ist das eine Art 'Das haben wir schon immer so gemacht...'):-) > Cyrus dürfte jedenfalls keine Probleme mit der Menge an Mail > haben. Ich hab da im Moment einige GB in einigen zigtausend Mails > drin. Einige weitere zigtausend Mails mit weiteren 8GB liegen auf > einem Tobit Server und warten darauf auf einen neuen Cyrus verschoben > zu werden.
Das klingt ja schoneinmal vielversprechend. Wie sähe es mit Courier aus?
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
 | | From: | Knut Singer | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Mon, 17 Jan 2005 18:56:20 +0100 |
|
|
 | Hi,
> Sag nicht mir das. Ich habe auch schon angeboten die Anhänge zu extrahieren
das würde ich gerne machen.
Wie kann ich denn die Anhänge aus den Mails auf einfache Weise extrahieren?
Thunderbird bietet ja ein nettes Plugin dazu an, aber das funktioniert natürlich nicht mit IMAP... ;-(
Danke, Knut
|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Wed, 19 Jan 2005 21:13:51 +0100 |
|
|
 | Knut Singer wrote:
>> Sag nicht mir das. Ich habe auch schon angeboten die Anhänge zu >> extrahieren > > das würde ich gerne machen. > > Wie kann ich denn die Anhänge aus den Mails auf einfache Weise > extrahieren?
Gute Frage, ich dachte an eine mehr oder weniger einfache Filterregel in procmail. Getestet habe ich das allerdings noch nicht.
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
 | | From: | Jochen Schmid | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder | | Date: | 20 Jan 2005 10:58:39 GMT |
|
|
 | Am 2005-01-19 21:13 CET schrieb Ulrich Gierschner:
> Gute Frage, ich dachte an eine mehr oder weniger einfache Filterregel in > procmail. Getestet habe ich das allerdings noch nicht.
Dachtest Du in etwa an sowas?
:0 | metamail -w -x
--
|
|
 | | From: | Knut Singer | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oderüberhaupt? | | Date: | Sat, 22 Jan 2005 07:08:18 +0100 |
|
|
 | Hi,
> > Dachtest Du in etwa an sowas? > > :0 > | metamail -w -x >
ob Du für mich Dummie dazu noch ein paar Sätze schreiben könntest? Wäre prima...
Danke, Knut
|
|
 | | From: | Jochen Schmid | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - | | Date: | 22 Jan 2005 14:37:53 GMT |
|
|
 | Am 2005-01-22 07:08 CET schrieb Knut Singer:
>> :0 >> | metamail -w -x
> ob Du für mich Dummie dazu noch ein paar Sätze schreiben könntest? Wäre > prima...
Wo soll ich ansetzten? procmail Programm, das von vielen Mailservern als lokales Zustellungs-Programm verwendet wird. metamail Programm zur "Behandlung" von MIME-Anhängen (sehr kurz).
:0 | metamail -w -x
in .procmailrc sorgt dafür, daß alle MIME-Dateianhänge dekodiert und gespeichert werden. Übrigens der Mailbody auch noch mal separat. Das heißt, Du hast anschließend alle Mailbestandteile sauber separiert als Dateien vorliegen. Es ist natürlich sinnvoll, metamail in ein Script zu packen. Dann kannst Du besser kontrollieren, wohin die Dateien geschrieben werden (z.B. auch in Unterverzeichnisse, die nach Absender, Empfänger, Datum oder einer beliebeigen Kombination davon benannt werden). Procmail ist ein irrsinnig mächtiges Tool für die Behandlung eingehender Mail.
--
|
|
 | | From: | Knut Singer | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen -oderüberhaupt? | | Date: | Mon, 24 Jan 2005 05:45:52 +0100 |
|
|
 | Hi,
> procmail Programm, das von vielen Mailservern als lokales > Zustellungs-Programm verwendet wird. klar..
> metamail Programm zur "Behandlung" von MIME-Anhängen (sehr kurz). aja, das war das Neue für mich...
Danke für Deine Erklärungen..
Ciao, Knut
> > :0 > | metamail -w -x > > in .procmailrc sorgt dafür, daß alle MIME-Dateianhänge dekodiert und > gespeichert werden. Übrigens der Mailbody auch noch mal separat. Das > heißt, Du hast anschließend alle Mailbestandteile sauber separiert als > Dateien vorliegen. Es ist natürlich sinnvoll, metamail in ein Script > zu packen. Dann kannst Du besser kontrollieren, wohin die Dateien > geschrieben werden (z.B. auch in Unterverzeichnisse, die nach > Absender, Empfänger, Datum oder einer beliebeigen Kombination davon > benannt werden). > Procmail ist ein irrsinnig mächtiges Tool für die Behandlung > eingehender Mail. >
|
|
 | | From: | Michael Bode | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder | | Date: | Mon, 17 Jan 2005 20:50:06 +0100 |
|
|
 | Ulrich Gierschner writes:
> Das klingt ja schoneinmal vielversprechend. Wie sähe es mit Courier aus?
Keine Ahnung. Ich hab damals mehr oder weniger ne Münze geworfen. Dabei ist Cyrus rausgekommen.
|
|
 | | From: | Knut Singer | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Mon, 17 Jan 2005 00:50:32 +0100 |
|
|
 | Hi,
> Die Frage die sich mir hierbei stellt ist, welcher Email Server kommt mit > Postfächern zurecht, die bestimmt in den nächsten fünf Jahren auf > Schätzungsweise 10 GB Das Stück ansteigen werden?
ich habe noch vom alten Mandrake 8.2 das Postfix / UWIMAP Gespann im Einsatz - einige Postfächer sind zwar nicht 10 GByte groß aber fast 600 MByte - und mit Mozilla Mail zusammen habe ich da keine Probleme bemerkt. Nur, dass der Download eines Attachments auf den Rechner recht langsam geht (5 MByte können schon über 30 Sekunden dauern..). Dies wiederum hat aber nichts mit der Größe des Postfachs zu tun, sondern dauert auch so lange, wenn es die einzige Mail ist.
Ansonsten: Spalte doch die großen Postfächer in Unterordner auf, z.B. nach Jahrszahlen.
Ciao, Knut
|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Mon, 17 Jan 2005 16:25:46 +0100 |
|
|
 | Knut Singer wrote:
> Spalte doch die großen Postfächer in Unterordner auf, z.B. nach > Jahrszahlen.
Das war erst ein Jahr...:-) (und der Spam wird schon gefiltert und per Hand aussortiert)
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
 | | From: | Eric Dondelinger | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder | | Date: | 17 Jan 2005 10:10:39 GMT |
|
|
 | Hi,
On 2005-01-16, Ulrich Gierschner wrote: [mbox] > Leider lahmt hierdurch die Performance ein wenig, wie man sich evt. > vorstellen kann.
IMHO koennte ev. die Performance gesteigert werden, indem schlicht auf MAILDIR umgestellt wuerde. Es mag sein dass es dann hakt von wegen verfuegbaren inodes (viele kleine Dateien), aber die Zugriffe auf einzelne emails sollten schneller sein.
Greets & hth, Eric
|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Mon, 17 Jan 2005 16:24:53 +0100 |
|
|
 | Eric Dondelinger wrote:
> On 2005-01-16, Ulrich Gierschner wrote: > [mbox] >> Leider lahmt hierdurch die Performance ein wenig, wie man sich evt. >> vorstellen kann. > > IMHO koennte ev. die Performance gesteigert werden, indem schlicht > auf MAILDIR umgestellt wuerde. Es mag sein dass es dann hakt von > wegen verfuegbaren inodes (viele kleine Dateien), aber die Zugriffe > auf einzelne emails sollten schneller sein.
Wie kann ich denn mit den bestehenden Programmen 'einfach' auf Maildir migrieren? Ich dachte dazu bräuchte ich zwingend cyrus oder courier?
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
 | | From: | Rocco Rutte | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen -_ | | Date: | Wed, 19 Jan 2005 12:30:44 +0000 |
|
|
 | * Ulrich Gierschner wrote:
> Wie kann ich denn mit den bestehenden Programmen 'einfach' auf Maildir > migrieren? Ich dachte dazu bräuchte ich zwingend cyrus oder courier?
Du könntest als MDA einfach procmail davorschalten und dann eine ..procmailrc mit nur "DEFAULT="$HOME/Maildir/Inbox/" erstellen. Wenn dann mal wenig Betrieb ist, kann man mit formail und -s alles nochmal durch procmail schieben, um vorhandene mbox-Dateien "zu konvertieren". Oder man konvertiert, wenn wieder niemand gerade arbeitet, automatisch mit mutt.
bye, Rocco -- :wq!
|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Wed, 19 Jan 2005 21:12:51 +0100 |
|
|
 | Rocco Rutte wrote:
> Du könntest als MDA einfach procmail davorschalten und dann eine > .procmailrc mit nur "DEFAULT="$HOME/Maildir/Inbox/" erstellen. Wenn dann > mal wenig Betrieb ist, kann man mit formail und -s alles nochmal durch > procmail schieben, um vorhandene mbox-Dateien "zu konvertieren". Oder > man konvertiert, wenn wieder niemand gerade arbeitet, automatisch mit > mutt.
Pfuuu.... das probier ich doch lieber erstmal auf Meinem Testmailer hier:-) Mal gucken was passieren wird.
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
 | | From: | Rocco Rutte | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen -_ | | Date: | Thu, 20 Jan 2005 17:20:11 +0000 |
|
|
 | * Ulrich Gierschner wrote:
> Pfuuu.... das probier ich doch lieber erstmal auf Meinem Testmailer > hier:-)
Besser ist das. ;-)
In d.c.s.m.m hat noch jemand das Tool 'mb2md' in die Runde geworfen, dass mehere mbox-Dateien auf einem Rutsch mit Erhaltung der Struktur nach Maildir konvertieren können soll.
bye, Rocco -- :wq!
|
|
 | | From: | Holger Marzen | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder | | Date: | 16 Jan 2005 20:08:37 GMT |
|
|
 | * On Sun, 16 Jan 2005 17:40:45 +0100, Ulrich Gierschner wrote:
> seine Mails abzuholen. > Das Problem ist nur, das die Mails teilweise sehr groß sind (Anhänge) und > in einem Jahr einige hundert Megabytes in den mbox' Files angesammelt haben > (man kann fast sagen, es sind schon einige Gigabytes an Mails, trotz nur > sehr weniger User).
Nutzen die User denn intensiv das IMAP-Feature, dass man sich selber eine Ordnerstruktur aufbauen kann? Vielleicht kann man die Mails auf thematisch und/oder zeitlich organisierte Ordner verteilen, dann wird die einzelne mbox-Datei kleiner, und die Sache wird wieder schnell.
|
|
 | | From: | Rainer Haessner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Sun, 16 Jan 2005 18:09:51 +0100 |
|
|
 | Hallo,
"Ulrich Gierschner" schrieb:
> Die Frage die sich mir hierbei stellt ist, welcher Email Server kommt mit > Postfächern zurecht, die bestimmt in den nächsten fünf Jahren auf > Schätzungsweise 10 GB Das Stück ansteigen werden? Und vor allem, mit > welcher Strategie kann man soetwas im Voraus planen ohne das es in die > Hose > geht?
Wir haben hier den SuSE Email-Server 3.1, der in etwa der angegebenen Konfiguration entspricht (Cyrus IMAP, OpenLDAP, PostgreSQL und Skyrixgreen als Webinterface). Ca. 250 User, groesste derzeit erlaubte Postfachgroesse 2 GByte. Keinerlei Performanceprobleme. Probleme: entweder das Modul fuer das RAID-1-Array (3wxxxx.o) oder aber der Kernel verursachen sporadische Fehler im Speicher- management. Aktueller Kernel ist 2.4.18, man koennte einen neuen compilieren, aber da habe ich mich noch nicht rangewagt, weil ich nicht so genau weiss, inwieweit sich der SuSE 2.4.18 vom ungepatchten 2.4.18 unterscheidet. Momentan leben wir mit regelmaessigen reboots an jedem Montag Morgen ganz gut. Das zweite Problem betrifft bestimmte Spam-Mails. Sobald die zwei mit "Date" beginnende Zeilen enthalten, crasht Skyrixgreen. Problem ist bekannt, leider wird der Email-Server nicht mehr gewartet. Natuerlich kann man die fehlerhafte email per IMAP-Client loeschen, aber mittlerweile nutzt fast jedermann das Webinterface. Als Workaround steht jetzt ein zweiter Server mit Squirrelmail als Webinterface daneben. Zu Ehren unserer langschwaenzigen Gaeste vor den Buerofenstern habe ich den mal "puschel" genannt. ;-) Man hat also zwei Webinterfaces mit - hoffentlich - orthogonalen Fehlern zur Auswahl.
Rainer Haessner
|
|
 | | From: | Ulrich Gierschner | | Subject: | Re: Welchen Mailserver nehmen - oder überhaupt? | | Date: | Sun, 16 Jan 2005 18:49:36 +0100 |
|
|
 | Rainer Haessner wrote:
>> Die Frage die sich mir hierbei stellt ist, welcher Email Server kommt mit >> Postfächern zurecht, die bestimmt in den nächsten fünf Jahren auf >> Schätzungsweise 10 GB Das Stück ansteigen werden? Und vor allem, mit >> welcher Strategie kann man soetwas im Voraus planen ohne das es in die >> Hose >> geht? > > Wir haben hier den SuSE Email-Server 3.1, der in etwa der angegebenen > Konfiguration entspricht (Cyrus IMAP, OpenLDAP, PostgreSQL und > Skyrixgreen als Webinterface). Ca. 250 User, groesste derzeit erlaubte > Postfachgroesse 2 GByte. Keinerlei Performanceprobleme.
Werden denn auch wirklich Postfächer mit sehr großen Email Anhängen benutzt? (ich spreche wircklich von rund 1 GByte pro Postfach, in z.B. nur 750 Emails)
> ich nicht so genau weiss, inwieweit sich der SuSE 2.4.18 vom > ungepatchten 2.4.18 unterscheidet.
Welten... Vor allem dukumentierten die Nürnberger teilweise nicht alles, was gepatcht wurde.
> Momentan leben wir mit > regelmaessigen reboots an jedem Montag Morgen ganz gut.
Erinnert mich an das kleine Programm BoBo, welches damals die Mailbox-Software MagicBox einmal in der nacht neustartete:-)
> Das zweite Problem betrifft bestimmte Spam-Mails. Sobald die > zwei mit "Date" beginnende Zeilen enthalten, crasht Skyrixgreen.
Wie gut, das Spam nur noch selten vorkommt in unseren Gefilden:-)
> Man hat also zwei Webinterfaces mit - hoffentlich - orthogonalen > Fehlern zur Auswahl.
Das mit den Webinterfaces ist nicht so akut, wichtig wäre das es auch mit 10 GB und evt. mehr noch zurechtkommt - utopisch, ich weiss...
-- Bis denn, Ulrich (ug at wopr dot de) ## wget ist mein Freund:-)
|
|
|